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    <subfield code="a">Zwei Legenden aus dem Dritten Reich</subfield>
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    <subfield code="b">Die Prognosen der Abteilung Fremde Heere Ost 1942-1945. Felix Kersten und die Niederlande. Quellenkritische Studien.</subfield>
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    <subfield code="a">Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war reich an Legenden, mit denen die Kontinuität bestimmter Schichten und Institutionen in Deutschland gesichert oder der Geltungsanspruch einzelner Personen befriedigt werden sollte. Ein Teil der deutschen Generalität etwas suchte die These zu verbreiten, gerade auch aus dem Zweiten Weltkrieg wäre die deutsche Armee "im Felde unbesiegt" heimgekehrt, hätten nicht die dilettantischen Eingriffe Hitlers den Generalstab an der Entfaltung seiner militärischen Qualitäten gehindert. Erst vor kurzem ist die Behauptung aufgestellt worden, Hitler habe vor allem die meist zuverlässige Berichterstattung und die stets warnenden Prognosen der Abteilung Fremde Heere Ost im OKH ignoriert. Gestützt auf eine Fülle bislang unbekannter Dokumente, jener zuletzt von Reinhard Gehlen, dem späteren langjährigen Chef des BND, geleiteten Abteilung, konfrontiert aber Hans-Heinrich Wilhelm die Legende mit der Realität und weist überzeugend nach, dass das Urteil des Generalstabs in Wahrheit unter Selbstüberschätzung, ideologischem Konformismus wie professioneller Unzulänglichkeit litt und kaum als Korrektiv zum Urteil Hitlers tauglich war. Mit neuen Erkenntnissen zur deutschen Rüstungslage und zum Entscheidungsprozess der deutschen militärischen Führung leistet Wilhelms Studie zugleich einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Eine andere legende aus dem Dritten Reich zerstört Louis de Jong, Direktor des Amsterdamer Rijksinstituuts Oorlogsdocumentatie. Die Frage, ob der Reichsführer SS Heinrich Himmler während des Krieges tatsächlich, wie sein finnischer Masseur Felix Kersten nach 1945 mit Erfolg behauptet hat, Millionen Holländer nach dem Osten deportieren wollte und ob nur der Einfluss eben Kerstens die Verwirklichung dieser Absicht vereiteltet, beantwortete de Jong mit einem schlüssigen "Nein". Seine akribische Untersuchung, inhaltlich fesselnd und methodisch reizvoll, zeigt in geradezu klassischer Weise, wie eine historische legende entsteht, Verbreitung findet und schließlich doch an den Quellen scheitert.</subfield>
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